Philipp Möller, der „Stern der Atheisten“

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In folgendem Video sieht man den wohl bekanntesten Atheisten unserer Zeit, Philipp Möller, durch Funk und Fernsehen allseits bekannt. Man kann sich das ja mal anschauen, und dann sag ich ein paar Zeilen dazu:

An dem „geschockten Gelächter“ des Publikums könnte man ja meinen, hier stehe ein neuer Rudi Duttschke, der den Religiösen mal richtig einheizt. Kommt so rüber, oberflächlich betrachtet – aber in Wirklichkeit ist das alles nur Phrasendrescherei. Überhaupt verlaufen solche Dispute oder Diskussionen (auch wenn man hier ja nur eine Partei sieht) immer nach dem selben Schema ab. Man spricht überhaupt nicht über die Inhalte der Religion (wenn, dann höchstens mal über den „Schöpfungsmythos“ der Bibel) sondern immer nur über die gesellschaftlichen Auswirkungen. Und hier kommt man dann mit der Geheimwaffe des Humanismus – der „genialsten Ausgeburt der Philosophie“. Dies soll dann suggerieren, dass Gesellschaften ohne Religion besser dran seien – der Kommunismus lässt grüßen.

Auch bedient man gerne die Schablone: Gläubiger=Dummkopf, Atheist=kluger Vernunftmensch (0:21). So etwas kommt immer gut, da die meisten Menschen in solchen Massenveranstaltungen ja sowieso Atheisten sind. Dort kann man dann ruhig als „jugendlicher Rebell“ auftreten, passiert ja nichts, denn wer sollte da wirklich mit Argumenten kommen? Eben, gar keiner.

Bei (0:36) meint Möller, dass es schlicht „absurd sei“, an einen Gott zu glauben, nur weil man sein Gegenteil nicht beweisen könne. Das ist aber ein Argument, dass von den Atheisten selbst kommt, um ihre Rhetorik zu stärken. Ein echter Gläubiger würde mit so einem Argument gar nicht aufwarten.

Bei (0:48) kommt das „Spalterargument“, dass Religionen die Menschen spalten. Natürlich machen sie das – genau so wie der Herr Möller sich selbst „spaltet“ von den Religiösen, da er humanistische Standpunkte vertritt. Er argumentiert also gegen sich selbst.

Bei (1:15) darf natürlich der „Missbrauch“ von Kirchen an Kindern nicht unerwähnt bleiben – ein grässliche Sache, natürlich, aber auch eine Sache, die mit Religion nichts zu tun hat. Hier gilt eben, wie auch bei anderen Gruppen, dass man von den Ausübenden nicht auf die Vorlage schließen darf. So darf man nicht von einzelnen Priestern auf den christlichen Glauben schließen oder von Steinewerfern in Hamburg auf Anti-Globalisten, da dies unzulässige Verallgemeinerungen sind.

Bei (1:44) wird die „Indoktrination“ erwähnt, was darauf hinweisen soll, dass religiöse Menschen lediglich „Opfer“ einer Gehirnwäsche wären, während demokratisches Gefasel natürlich keine Gehirnwäsche darstellt.

Ab (2:22) kommt dann Argumentation auf Bild Zeitung Niveau, wobei man natürlich die „Steuer“ nicht unerwähnt lassen sollte, da man dadurch beim einfachen Volk auf jeden Fall ein paar „Aufreger“ erntet. Erinnert mich an dieser Stelle stark an eine Politikerrede.

Bei (3:56) kommt dann der „Schlussakkord“, der mit einem urschlechten Zitat bestückt wird. Der Beifall ist dem Redner sicher, auch wenn er da ganz „humanistisch“ die „primitive Hirtenkultur“ als total unterlegen bezeichnet. Denn natürlich kann er sich das ja herausnehmen, da „der Mensch“ (also nicht er selbst – Stirner lässt grüßen!), „ ja Atome spalten kann und über Satelliten kommuniziert“. Das ist natürlich eine ganz reife Leistung, was „der Mensch“ da so alles kann. Wer ein wenig Ahnung von Physik und Quantenphysik hat, der weiß, dass „der Mensch“ Atome spalten kann bis er schwarz wird…raus kommt dabei überhaupt gar nichts! Und ob dies ein Argument gegen Religion ist, dass „der Mensch“ über Satelliten kommuniziert, ist mir auch nicht ganz so klar. Doch „heil dem Fortschritt und dem neuen Iphone“!


Ich habe das Ganze mal auf die Schnelle abgewickelt. Natürlich könnte man dies viel detaillierter machen. Das Problem ist nur, wie bereits erwähnt, dass man bei solchen „Disputen“ meist aneinander vorbei spricht. Denn „die Religion“ ist ja meist lediglich nur das Christentum und der Islam. Und auch dabei wird nicht differenziert – was negativ präsentiert werden kann, das nimmt man ins Boot.

Es ist in etwa so, wie mit der im Video erwähnten „Islamophobie“, was auch ein Schwachsinnswort ist. Natürlich kann es förderlich sein, den Islam in bestimmten Punkten zu kritisieren, was ja auch hier auf diesem Blog gemacht wird. Aber dann muss man auch mit Argumenten kommen und nicht mit „IS Attentätern“ und „Mohammed sollte alle Christen ermorden“. Doch solche Phrasen kommen immer gut, sie gehen leicht ins Ohr und treffen das Niveau der Zuhörer.

So auch der „Mainstreamatheist“, wie Philipp Möller, der dieses Klischee super vertritt. Dass er bei seiner „Philosophenliste“ auch Nietzsche erwähnt, ist exemplarisch für „gefährliches Halbwissen“. Denn jeder, der sich einmal ausführlicher mit Nietzsche auseinandergesetzt hat, der weiß, dass Nietzsche eigentlich ein urreligiöser Typ war und gar nichts, aber auch gar nichts mit einem hier präsentiertem „Humanismus“ zu tun hatte. Aber das nur am Rande…

Philipp Möller bekommt auf jeden Fall für seine illusionäre Rolle als „atheistischer Jungrebell“ einen SEINSoskar. Bei seiner Abschlussrede müsste er nur mal die Frage beantworten, wie es sein kann, dass man als „rebellischer Freidenker“ in wirklich jeder 08/15 Fernsehshow auftreten kann und dann noch mit Applauswellen überströmt wird…

Gurus in Indien

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Für alle, die an indischen Gurus Interesse besitzen, habe ich hier eine sehr gute Filmreihe entdeckt. Auf dem Kanal von Igor Ishtatva gibt es insgesamt 5 Teile zu bestaunen, und sie sind sehr gut gemacht.

 

In jungen Jahren, so mit Anfang 20 wollte ich auch immer nach Indien zu einem Guru. Hat aber nicht funktioniert, man „muss“ arbeiten, Lehre machen, Studium machen, sich mit Frauen umgeben, tralala. Im Endeffekt, meine ich heute, hätte es mir auch nicht das gebracht, was ich erwartet hätte. Aber ich hätte sehr gerne einmal mit Radha Ma zusammen gesessen, ein „Guru“ nach meinem Geschmack. Sie kommt im 3.Teil vor.

Wenn jemand selbst bei einem Guru in Indien war, der kann ja gerne in den Kommentaren darüber berichten. Ansonsten wünsche ich einfach mal viel Spass mit den Filmchen!

Der logische Determinismus

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Der logische Determinismus ist eines meiner Lieblingsspielzeuge, wenn ich mir mal wieder einen Tag lang den Kopf zerbrechen möchte. Der Determinismus (alles ist vorbestimmt) ist in den Köpfen der Leute ja schon fast ein ausschließlich religiöses Konzept. Doch auch in der Philosophie und in den Wissenschaften arbeitet man mit dieser Vorstellung.

Was kann man jetzt unter einem „logischen Determinismus“ verstehen?

Ganz einfach: Man möchte den Determinismus mit einer logischen Herangehensweise untersuchen.

Dies passiert dann wie folgt:

Ich mache jetzt eine Aussage X.

Meine Aussage X lautet:

Donald Trump isst an Weihnachten 2023 ein Erdbeereis.

Nun liegt dies ja durchaus im Bereich des Möglichen, sollte er nicht vorher verstorben sein oder das Erdbeereis auf der Welt ausgegangen sein. Aber das würde auch an sich gar keine Rolle spielen, denn der Ansatz, worum es bei dem logischen Determinismus geht, ist folgender:

Wenn ich jetzt eine Aussage X für die Zukunft treffe, so kann sie an dem bestimmten Datum in der Zukunft entweder eintreffen, oder auch nicht. Dies bedeutet, dass meine Aussage entweder wahr ist, oder auch nicht. Entweder isst Donald Trump an Weihnachten 2023 ein Erdbeereis, oder eben nicht. In der Philosophie gelten Aussagen als zeitlos gültig, wenn sie sich auf klare Inhalte beziehen. Dies bedeutet, dass sie nicht wahr werden können, wenn sie falsch sind, und umgekehrt, nicht falsch werden können, wenn sie wahr sind.

Und dies führt uns dann zum Endergebnis der Suche und zum Anfang eines rauchenden Kopfes:

Wenn meine Aussage X jetzt schon wahr oder falsch ist, und sich der Wahrheitsgehalt von Aussagen nicht ändern kann, so steht schon jetzt fest, wie es sich mit dem Eis und Donald Trump in der Zukunft verhält. Unabhängig davon, ob meine Aussage jetzt zutreffend ist oder nicht, gibt es nur eine Möglichkeit, wie es sich tatsächlich verhält – und dies determiniert schon jetzt die Zukunft!

Denn entweder isst Donald Trump an Weihnachten 2023 ein Erdbeereis oder auch nicht. Aber meine Aussage X ist eben schon heute und genau jetzt, wahr oder falsch, richtig oder unrichtig.

Also steht heute schon fest, ob Donald Trump das Eis essen wird!

Bon appetit!

Was hat „Radikale Erleuchtung“ mit dem Islam zu tun?

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In diesem Beitrag soll eine kleine Untersuchung stattfinden, inwiefern sich „Radikale Erleuchtung“ mit der islamischen Lehre deckt. Geht das überhaupt? Das ist die Hauptfrage. Das könnte auch für einige Muslime sehr interessant werden…

Also gut, fangen wir einfach mal an. Im Grunde genommen steht der Muslim, sofern er den Koran eifrig studiert hat, vor einem heiklen Problem: Ist Allah so mächtig, dass er über die ganze Schöpfung uneingeschränkte Macht hat und alles, so wie geschrieben steht, im voraus bestimmt hat?

Sprich: „Nimmer trifft uns ein anderes als was Allah uns verzeichnet. Er ist unser Beschützer, und auf Allah sollen alle Gläubigen vertrauen.“ Sure 9:51

Oder gibt es für den Gläubigen, so wie für den Ungläubigen, einen freien Handlungsspielraum, in dem er einen freien Willen zur Geltung bringen könnte? Auch solch eine Ansicht wird im Koran unterstützt:

Und daß der Mensch nur empfangen soll, wonach er sich bemüht hat…“ Sure 53:39

Dies waren jetzt, nur einmal zu Anschauungszwecken, 2 Suren, die sich ganz offensichtlich widersprechen. Oder doch nicht?

Die dogmatischen Vertreter des Islam bringen diesen Widerspruch sehr gut zusammen – oder versuchen es jedenfalls. An dieser Stelle wird es dann aber schon fortgeschrittene Theologie, so wie etwa auch die „doppelte Prädestination“ in der christlichen Theologie. Ganz überzeugend klingen diese Erklärungsversuche jedoch nicht. Mehr noch:

Bei einer genauen Untersuchung machen sie überhaupt keinen Sinn.

Dies versuche ich nun an einem einfachen Beispiel zu veranschaulichen:

Nehmen wir mal an, dass du Regisseur und Drehbuchschreiber bist. Das Casting ist abgeschlossen, du stehst vor dem ersten Drehtag und deine Schauspieler sind bestens vorbereitet. Wie würde jetzt das bestmögliche Endergebnis aussehen? Doch sicherlich, dass der Film abgedreht wird. Doch bis dahin darf es zu keinen Komplikationen kommen. Was wäre so eine Komplikation? Etwa dass der Schauspieler ständig seinen Text vergisst und somit aus der Rolle fällt. Wäre dies so ein großes Problem? Na sicherlich – denn wenn der Schauspieler nicht die Worte spricht, die ihm (von dir Drehbuchschreiber) schon vorher in den Mund gelegt wurden, gerät der Film aus den Fugen.

Ok, ich denke einmal, man kann schon erahnen, wo dieses Beispiel hinführen soll. Wer noch nicht so ganz mitkommt: Der Drehbuchschreiber und Regisseur steht für Gott/Allah und die einzelnen Schauspieler sind die Menschen (oder Lebewesen). Es gibt sogar eine Stelle im Koran, die so ähnlich spricht:

Und alle Dinge, die sie tun, stehen in den Büchern…“ Sure 54:52

oder auch:

Und niemand stirbt ohne Allahs Erlaubnis gemäß dem Termine setzenden Buch …“ Sure 3:145

Anhand dieser Stellen macht das obige Beispiel Sinn. Und „Radikale Erleuchtung“ sieht das genau so. Doch nicht in dem Sinne, dass es einen entfernten Gott gibt, der über „mich“ kleines Menschlein bestimmt, sondern es ist ein in sich geschlossener Akt, und da gibt es nur Einen!

Man sagt, dass der Islam einen „radikalen Monotheismus“ lehre, aber das lehrt vielmehr „Radikale Erleuchtung“. Denn darin wird der „Eingottglaube“, oder auch arabisch tauhid genannt, vollkommen verwirklicht. Es gibt, denke ich einmal, sehr sehr wenige Muslime, die das genauso weit treiben. Und wenn, dann wären es vielleicht ein paar wenige Sufis.

Meiner Meinung nach liegt diese Sichtweise, so wie sie „Radikale Erleuchtung“ vertritt, jedoch auch in der islamischen Lehre vor – und das mehr als deutlich. Genaue und direkte Stellen gibt es genug, wie etwa:

Kein Unglück trifft ein, es sei denn, mit Allahs Erlaubnis“ Sure 64:11

Nicht ihr habt sie erschlagen, sondern Allah erschlug sie“ Sure 8:17

Und wenn Allah dir Schaden zufügt, so kann ihn keiner als Er hinwegnehmen“ Sure 6:17

Und jedes Volk hat einen Termin; und so sein Termin gekommen ist, so können sie ihn um keine Stunde aufschieben oder beschleunigen.“ Sure 7:34

Sprich: „Ich habe keine Macht über mein eigen Weh und Wohl ohne Allahs Willen. Jedes Volk hat seinen Termin. Wenn sein Termin gekommen ist, so können sie keine Stunde von ihm verschieben oder beschleunigen.“ Sure 10:49

Kein Unheil geschieht auf Erden oder euch, das nicht in einem Buch stünde, bevor Wir es geschehen ließen. Siehe, solches ist Allah leicht“ Sure 57:22

Auch wird dieses Thema in den überlieferten Aussprüchen von Mohammed (hadithe) deutlich zur Sprache gebracht:

Der Prophet hat folgendes gesagt: „Allah macht einen Engel für den Uterus verantwortlich, welcher dann berichtet: ‚Oh Herr, wir haben es mit Samen zu tun! – Oh Herr, nun sehe ich einen Blutklumpen! – Oh Herr, nun ist er zu einem Stück Fleisch geworden.’ Wenn Allah später wünscht, Seine Schöpfung zu vollenden, fragt der Engel: ‚Oh Herr, wird es nun ein Junge oder ein Mädchen? Ein Bösewicht oder ein guter Mensch? Wie viel wird er verdienen? Wie alt wird er werden?’ All dies wird nämlich aufgeschrieben während das Geschöpf noch im Mutterleib weilt.“

aus:Bukhari V8 B77 N594 berichtet von Anas bin Malik

Ein Mann hat den Gesandten Allahs folgendes gefragt: „Können die Paradiesanwärter von den Höllenanwärtern unterschieden werden?“ Der Prophet bejahte dies. Der Mann fragte weiter: „Warum versuchen Menschen gute Taten zu vollbringen?“ Der Prophet antwortete darauf: „Jeder wird diejenigen Taten vollbringen, für die er erschaffen wurde oder er wird dasjenige tun, welches ihm leicht von der Hand läuft.“ Dies bedeutet, daß jedermann es als ein leichtes empfindet, dasjenige zu tun, welches ihn zu seinem schon vorher bestimmten Platz führt, für den er erschaffen wurde.“

aus:Bukhari V8 B77 N595 berichtet von Imran bin Husain

Klingt doch mehr als deutlich, oder nicht?

Und trotzdem wird dies, in solch einem Sinne, in der Breite der muslimischen Welt nicht gelehrt. Denn dort zählen natürlich die Taten, wie etwa das tägliche Gebet, die Armenspenden oder das Fasten im Ramadan. Dies ist das, was wir wahrscheinlich alle kennen. In der christlichen Welt haben wir so ein ähnliches Thema, nämlich das Thema der „Werksgerechtigkeit“.

Doch wir sind ja hier bei „Radikale Erleuchtung“, also denken wir das Ganze einfach mal radikal bis zum Schluss:

Wenn Allah der Allmächtige ist, und nichts geschehen kann, ohne dass es schon vorher in einem Buche verzeichnet wurde, so bedeutet dies, dass auch die „frommen Werke“, wie Gebet, Fasten und Spenden verzeichnet wurden. Nun sagt jedoch der dogmatische Muslim, dass, z.B. derjenige, der das Gebet nicht fünf mal am Tag ausführt, kein Muslim ist. Doch wie kann jemand, nach Allahs Ratschluss, denn kein Muslim sein?

Und hier spreche ich nicht von dieser Zweiteilung Gläubiger/Ungläubiger, sondern von der eigentlichen Wortbedeutung: Gottergebener oder Gottesdiener. Wenn ich, von Allah selbst, zum Unglauben bestimmt wurde, so kann ich gar nicht anders, als eben nicht zu glauben, und nicht zu beten etc.

Doch eben in dieser Handlung, bin ich...Muslim!

Natürlich hört sich das jetzt unglaublich an und viele verfluchen mich vielleicht gerade vor ihrem PC. Doch noch einmal: Ich rede hier von tatsächlichen Inhalten der islamischen Lehre. Darum habe ich mir auch die Mühe gemacht, Auszüge aus Koran und Sunna beizufügen, denn ansonsten wird dieses (sehr wichtige!) Thema einfach ausgeblendet. Doch zugegeben: Der Muslim hat es alles andere als leicht. Den Koran zu studieren ist eine immense Aufgabe. Doch noch schwieriger wird eben die praktische Schlussfolgerung. Und hierbei „richtet“ man sich dann nach den Gelehrten, die eben den Islam lehren, wie wir ihn kennen, mit Scharia, Geboten usw.

Im Endeffekt steht die alles entscheidende Frage im Raum:

Wer hat denn nun Recht?

Und hierbei kann dir „Radikale Erleuchtung“ behilflich sein: Denn wir brechen das Ganze auf eine ganz simple Weise herunter, ohne dabei von den eigentlichen „Lehren“ abzuweichen. Wir sagen:

Es gibt keinen, der Recht oder Unrecht hat. Diese ganzen Standpunkte sind relative Sichtweisen und lassen das Gesamtgefüge außer Acht, dass aus den beobachtbaren Dualitäten bestehen muss – denn ohne Ungläubige gibt es keine Gläubige. Man denkt sich jedoch immer nur von einer Seite her, da man an einer personalen Vorstellung von sich selbst anhängt.

Entweder lebst du gerade das Leben eines Gläubigen, oder eben nicht. Doch ist dies wirklich deine freie Entscheidung? Nein. Es ist der Ratschluss von Gott. Aber Gott ist nichts Getrenntes von dir, denn „er ist dir näher wie deine Halsschlagader“. Es geht darum, deine Rolle zu spielen, denn Gott ist der Regisseur und Drehbuchschreiber und du bist der Schauspieler. Spielst du nun einen Gelehrten oder einen Kneipenwirt – jeder Ausdruck ist gottgewollt und wertvoll für das Ganze. Denn würde nur ein „unbedeutender“ Teil fehlen, würde dieses ganze Spiel überhaupt nicht stattfinden.

Somit möchte „Radikale Erleuchtung“ die Dogmen dieser Welt brechen und die Trennungen und Feindschaften überwinden. Doch selbst dahingehend wird gesehen, dass es Dogmen geben muss, auch wenn wir uns selbst gegen Dogmen aussprechen. Doch machen wir dies nicht in dem Sinne, dass wir „gegen Dogmen“ sind, sondern wir versuchen lediglich zu beschreiben, auf was sie beruhen.

Auch die bekannten „Säulen des Islams“, wie etwa die Reise nach Mekka oder auch das Fasten und das Gebet, sind ganz einfach Dogmen. Sicherlich kann und darf man sie aus dem Koran ableiten. Doch sollte man sie nicht „zwangsverschreiben“. Denn, wie eben gezeigt, könnte man genauso gut anders argumentieren und diese Vorschriften ad absurdum führen.

Hierbei befinden wir uns dann aber immer noch auf der Gegenüberstellung von Standpunkten. Dies löst „Radikale Erleuchtung“ ganz einfach damit, dass es einen radikalen Monotheismus beschreibt, wo es NUR Gott gibt.

Es gibt nicht Gott und mich, nicht Gott und dich…sondern NUR Gott. Und da es nur Gott gibt, wir aber glauben, zu existieren, muss irgendetwas falsch sein. Und dies ist das „existieren“. Denn wir existieren nicht unabhängig von Gott, da wir innerhalb von Gott sind, als vollkommener Ausdruck. Wir können nicht existieren, da wir nicht aus Gott heraustreten können. Doch sicherlich können wir glauben, dass wir existieren und unsere „eigenständigen“ und „völlig freien“ Leben führen. Und dieser Glauben ist dann das „Drehbuch“, dies ist „die Rolle“. 

Beanspruche dein geistiges Update

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Oft hört man von einem „flexiblen Geist“. Menschen, die sich diesen bewahren möchten, machen dann Gehirnjogging oder spielen dieses Spiel mit den Kästchen. Solche Übungen sind fein, aber für einen flexiblen Geist bedarf es ein wenig mehr. Man muss einfach radikaler werden. Doch was bedeutet das in diesem Zusammenhang?

Es bedeutet, dass man tagtäglich, stündlich und minütlich, die Offenheit besitzt, neue Inhalte des Geistes zu akzeptieren. Damit sind jegliche Inhalte gemeint: Emotionen, Gedanken, Konzepte und physische Sachverhalte und Situationen.

Diese Definition und Herangehensweise ebnet den Weg für einen echten flexiblen Geist und bereitet dich vor, für die geistigen Updates, die da kommen mögen.

Wenn du dich auf einem spirituellen Weg befindest, so sind für dich geistige Updates vorgesehen. Diese solltest du beanspruchen, wenn sie anstehen.

Doch wie erkennst du solche Updates?

Du erkennst sie daran, dass sie dir etwas vermitteln, was deine bisherigen Überzeugungen und Anschauungen ins Wanken bringen. Geistige Updates sind Neuerungen innerhalb deiner Bewusstseinsstruktur. Diese kannst du annehmen oder auch ablehnen. Der große Teil der spirituellen und religiösen Menschen lehnt sie allerdings ständig ab, da sie „dem toten Buchstaben“ mehr vertrauen, als dem „lebendigen Geist“.

Doch was passiert, wenn man Updates ständig ablehnt?

Genau, man läuft dann quasi auf einem veraltetem Programm. Dies ist zu einem Teil ein Schutzmechanismus, damit man nicht ständig den Boden unter den Füßen weggenommen bekommt. Doch wer ernsthaft seinen Weg verfolgt, der muss sich früher oder später darauf einlassen. Denn mit fortschreitender Entwicklung steigt auch die Anzahl der Updates, da das spirituelle System komplexer wird. Wird das System allerdings zu komplex, so kann es sein, dass ein Update kommt, dass sich gegen das System wendet. Äußerlich betrachtet könnte man meinen, dies sei dann ein „Virus“, weil es ja Schäden am System anrichtet. Doch genaugenommen ist es ein ungemein wichtiges Update, dessen Funktion nicht richtig eingeschätzt wird.

Dort, wo du beginnst zu spüren, dass sich Gefühle von Leere, Verwirrung und Glaubenskrisen abzeichnen, ist der Punkt, wo solche Updates in dein Leben treten möchten. Sie wollen dich verändern und dir deine Last abnehmen. Sie können es aber nur, wenn du dies auch zulässt.

Um dies zuzulassen benötigst du einen flexiblen Geist und Vertrauen in Gott/Geist. Das Gegenteil davon wäre ein starrer und dogmatischer Geist, so nach dem Motto: „Das ist so und nicht anders“.

Ein produktiver spiritueller Weg ist eine Aneinanderreihung von Irrtümern.

Dies sollte aber auf keinen Fall abschrecken. Wer auf seinen spirituellen Werdegang zurückblickt, kann sich glücklich schätzen, wenn er sich oft geirrt hat. Dies zeigt nämlich, dass er einiges an Updates erhalten hat. Jemand anderes, der vor 8 Jahren vielleicht „The Secret“ gelesen hat und immer noch affirmiert wie der Weltmeister, immer noch daran glaubt, dass ihm die Traumvilla zusteht, der hat ganz offensichtlich überhaupt keine Updates bekommen (und dies ist nur logisch, da man ja nicht auf Gott vertraut, sondern auf sich selbst, auf seine „eigene Macht“, Dinge in sein Leben zu „materialisieren“)

Die ganze Thematik der geistigen Updates ist im Grunde sehr einfach zu verstehen. Befinde ich mich auf einem Weg, der überhaupt keine Früchte trägt, und bleibe ich trotzdem weiter auf diesem Weg, so verschließe ich mich vor geistigen Updates. Dann bin ich „beschränkt“, was bedeutet, ich beschränke meinen Geist auf meine Konzepte.

Dies führt allerdings zu einer geistigen Degeneration. Wer sich vor den Updates verschließt, der wird nicht mehr vom Geist geleitet. Wer seinen Geist zwischen Dogmen einkerkert, der wird starr. Das Ziel sollte es allerdings sein, stets „flexibel wie ein Baby“ zu sein, wie es Laotse ausdrücken würde. Denn um „das Dao des Weges und des Geistes“ zu erfassen, ist es notwendig, offen zu sein – und auch zu bleiben. Egal wie sicher man sich momentan auch sein mag – es könnte auch anders sein. Und dieses „anders“ zuzulassen – darum geht es letztendlich.

Manche Leser von „Radikale Erleuchtung 2“ waren geschockt und konnten den Inhalt überhaupt nicht fassen, bzw. akzeptieren. Dies wird auch von mir nicht erwartet oder verlangt. Akzeptieren muss man gar nichts, man muss sich aber die Offenheit beibehalten, dass es tatsächlich so sein könnte, wie ich es in dem Buch beschreibe. Denn dieses Buch fungiert selbst als mächtiges geistiges Update, wenn man sich davor nicht verschließt. Alle nondualen Lehren verhalten sich so.

Doch um davon zu profitieren und das Update richtig zu installieren, muss eben der eigene Geist schon ein gewisses Maß an Flexibilität aufweisen. Denn wer einfach nur Dogma gegen Dogma austauschen möchte, für den sind diese Lehren absolut ungeeignet, da sie dir nichts an die Hand geben wollen außer Freiheit – doch diese Freiheit ist überdogmatisch und a-logisch (nicht unlogisch) – denn sonst wäre sie keine Freiheit.

Was bleibt also festzuhalten?

Behalte dir unbedingt einen flexiblen Geist bei. Je mehr du auf dem Weg voranschreitest, desto mehr musst du auf diese Flexibilität zurückgreifen. Dies ist ein Versprechen! Am Anfang des Weges ist dies noch kein Thema, da man erst einmal die Konzepte lernt und sich orientieren muss. Hat man sich dann irgendwann einmal orientiert, dann stimmt die Hauptrichtung – aber man muss dennoch weiter navigieren. Und diese Navigation kann dann auch notfalls in ganz andere Gewässer führen. Man könnte vom christlichen Abendland starten und findet sich letztendlich in der muslimisch-arabischen Welt wieder. Dann könnte man Brücken schlagen, sich weiter leiten lassen, offen bleiben. Vielleicht geht die Reise noch weiter, oder vielleicht geht sie wieder zurück an den Anfang. Vielleicht kommt was ganz anderes, was ganz neuartiges, wo du jetzt noch gar keine Ahnung hast, was dies sein sollte!

Die nondualen Lehren, wie sie auch hier vertreten werden, sind kein „Allheilmittel für jeden“. Es gibt keinen Weg für Alle. Ein flexibler Geist lässt alle Möglichkeiten zu. Dies ist das Spannende. Egal, von welchem Punkt man startet – man weiß nie, wo man letztendlich landet. Gibt man sich jedoch Gott hin und lässt sich durch ihn leiten (denn durch Ihn kommen ja die Updates), so wird man auch bei Ihm landen. Trägt man dann letztendlich einen Turban, ein orangenes Gewand oder einen schwarzen Anzug von Armani – vollkommen unwichtig. Das Äußere spielt überhaupt nicht mit, denn bei Gott gibt es „kein Ansehen der Person“.

Auf was es ankommt: Herz und Bewusstsein. Diese Verbindung von Herz und Bewusstsein in die Tat umgesetzt, ergibt den wahren spirituellen Menschen, den Gottesdiener, das Kindlein Gottes. Und solch ein Mensch wird immer versorgt (auch durch ständige Updates) und geleitet.

Das verschollene Evangelium Jesu und warum Christen in einer Illusion leben

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Zum besseren Verständnis lese dir bitte den vorherigen Beitrag durch:

Warum Gott deine Gebete nicht erhört

Warum leben Christen (und natürlich auch andere) in einer Illusion?

Es ist folgendermaßen:

An dem Beispiel des Bittgebetes wird dies ersichtlich: Auf der einen Seite haben wir dich, als vermeintliche Person, und auf der anderen Seite eben Jesus, als Gott. Als Christ wird dir beigebracht, dass du Jesus brauchst, um ein verwirklichtes Leben zu leben. Doch dies ist nicht die ganze Wahrheit. Du brauchst nicht Jesus, sondern du brauchst vielmehr den Christus(geist). Doch wenn du diesen besitzt, dann löst sich Jesus und auch du auf, denn dann beginnt das „Leben aus dem Geiste“. Und dieser Geist ist immer ungeteilt, nondual, weil du dann nur noch geistig lebst und dieser Geist ist alles was es gibt.

Die Illusion besteht nun eben darin, dass du das „Leben aus dem Fleische“ lebst. Dies ist eine Entscheidung. Das fleischliche Leben, das materielle Leben ist die Negation des geistlichen Leben, des christlichen Leben. Doch heutzutage liegt der Irrtum vor, dass dieses fleischliche Leben schon das christliche Leben sei.

Es gibt auf der Welt tausende von Christen. Doch es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen einem „Christen“ oder einer „Christin“ und jemandem, der den Christus realisiert, als Geist. Salopp gesagt ist jemand, der Jesus als Ansprechpartner braucht, kein Christ. Dies mag sich hart anhören und ich möchte da wirklich keinen verleumden oder schlecht machen. Ich möchte vielmehr motivieren, diesen christlichen Weg auch zu Ende zu gehen, den wirklichen Geist anzustreben, den schon viele Menschen, zu allen Zeiten, realisiert haben. Doch diesen Geist wirst du weder in der evangelischen, noch in der katholischen Gemeinde vorfinden – in überhaupt keinen Gemeinden. Diesen Geist findest du nur „in der stillen Kammer“, wohin du dich, nach Jesu Worten, zurückziehen sollst.

(Mt 6.6: „Nän, du wennst bettst, gee eyn deinn Kammer, spärr zue, und dann bett gan deinn Vatern, dös wasst nit seghst. Und dein Vater, der was aau dös Verborgne seght, gaat s dyr vergeltn.„)

Diese „stille Kammer“ ist aber weder der Keller, noch die Besenkammer, sondern dein Herz! Selbst in der Biologie gibt es ja die Bezeichnung „Herzkammer“. Dort ist der wahre Christus zu Hause und dieses zu Hause ist eben genau dort, wo du bist – gerade jetzt. Unabhängig davon, wo auch immer du dich aufhalten magst – der Christus ist immer bei dir.

Doch wer darauf besteht, als „Person“ in dieser Welt zu wirken, der scheidet sich vom Christusgeist und durch diese Scheidung entstehen eben zwei, und aus der zwei die zehntausend Dinge, wie Familie, Gesellschaft usw.

Die christlichen Gemeinden, so verschiedenartig sie auch erscheinen, haben eines immer gemeinsam – man sieht sich selbst als „Gottesvolk“ und die „Anderen“ eben als Ungläubige. Dies findet man natürlich auch in anderen Religionen genauso schematisch widergespiegelt. Dies mag sehr wohl dem Ego schmeicheln – wenn man dazugehört. Es hat etwas elitäres. Man meint man sei auf dem richtigen Weg. Doch selbst wenn man jeden Sonntag, Samstag oder Freitag in seine Gemeinde geht und betet – der Weg wird trotzdem verfehlt. Und dies hört sich hart an. Doch der wahre christliche Weg ist eben immer schon ein innerer Weg gewesen, hinein in das innere Heiligtum, genau dort wo dein Herz ist.

Darum benötigst du nicht Jesus, denn dieser Mann aus Nazareth ist tot. Was du vielmehr benötigst ist das, was Jesus verwirklicht hat – und das ist der Christusgeist. Das ist wahre Häresie, denn Baboji ist zweifellos ein Häretiker. „Lasst die Toten die Toten begraben“. Jesus ist tot. Der Geist ist lebendig. Den toten Jesus findet man in Kirchen am Kreuz. Den lebendigen Jesus (Christus) findet man im Inneren, soweit man es vermag, selbst (als Person) ans Kreuz zu gehen – denn das Kreuz schenkt das wahre Leben, der Tod macht erst lebendig. Natürlich ist dies kein Aufruf zum Suizid, sondern es handelt sich hierbei um einen Wechsel, weg vom fleischlichen Leben, hin zum geistigen Leben. Der „fleischliche Leib“ muss gekreuzigt werden, die personale Vorstellung des Menschseins muss sterben. Wenn dies geschieht, dann ersteht Jesus nach 3 Tagen wieder auf. Und so wie Jesus, wandelt man dann in einem Geistkörper. Man trägt dann auch immer noch die Wunden (seiner Vergangenheit), doch man ist ein „neuer Tempel“ geworden.

Und diesen Tempel kann jeder aufbauen, nicht nur der Katholik oder der Adventist. Von Jesus wird in der Bibel berichtet, dass er mit Zöllnern, Sündern und Prostituierten verkehrt hat – und dies ist keine Verfälschung, denn der geistige Sinn wird klar ersichtlich: Der Christusgeist ist in jedem einzelnen Menschen am wirken. Es gibt keine noch so schlechte Tat, die man ausführen könnte, die diesen Christusgeist vertreiben würde. Christus ist immer bei dir, egal wie du auch bist. Die gröbsten Sünder wurden zumeist die innigsten Anhänger (wie etwa Maria Magdalena). Selbst mit Judas war Jesus in Gemeinschaft – und Jesus wusste, bereits im Voraus, dass Judas ihn verraten würde.

Dies sind sehr starke Bilder. Meditiere darüber. Erschließe den Sinn hinter dem Sinn. Jesus verweist immer auf den Christus, denn er ist der Christus. Bleibe nicht bei der Person stehen, bleibe nicht am Wort kleben. Schaue Jesus mit dem geistigen Auge und du musst ihn niemals aufgeben, noch leugnen.

Das christliche Leben ist wunderbar, wenn es aus dem Geist gelebt wird und eben nur dann als lebendig gilt. Doch auf diesen Geist gibt es kein „Patent“. Jeder kann ihn erleben/ausleben – egal ob Moslem, Christ, Jude, Buddhist oder Hindu. Man verbaut sich selbst den Weg, wenn man in diesen abgeschotteten Kategorien denkt, lebt und handelt. Der Christusgeist bevorzugt keinen. Weder gehören die Juden zum „auserwählten Volk“, noch werden nur die Zeugen Jehovas in das Paradies geführt. Der Christusgeist lässt sich nicht in solche Schubladen und albernen Verheissungen pressen, denn er umfasst alles und jeden. Daher könnte es durchaus vorkommen, dass man auf einen Moslem stößt, der mehr Christ ist, als der Christ. Ein Buddhist könnte ein tieferes christliches Leben leben, als der Christ, obwohl er überhaupt kein Gottesbild besitzt. Aber heißt es denn nicht schon in den Geboten Mose: „Du sollst dir kein Bild von Gott machen“?

Also raus aus dem Schubladendenken und rein in den lebendigen Geist, der wirklich jeden wieder neu beleben kann, egal wo er steht und egal wie tief er denkt, gesunken zu sein. Ein Neuanfang ist immer jetzt. Das ist die frohe Botschaft! Der Christus lässt niemanden im Stich. Vergebe deinen Feinden und auch dir wird vergeben werden.

Komischerweise existieren im neuen Testament 4 Evangelien, die über Jesus berichten, aber es gibt kein Evangelium des Jesus. Ist das nicht merkwürdig? Die ganze Christenheit beruft sich auf die frohe Botschaft, das Evangelium von Jesus, dabei existiert es gar nicht!!!

Doch dies nur als kleine Anekdote am Rande. In meiner Welt existiert dieses Evangelium von Jesus, doch ist es nicht niedergeschrieben, da es sich nicht in Worten wiederfindet und auch durch diese nicht ausgedrückt werden kann. Das Evangelium von Jesus ist einzig und allein der Christusgeist – und dies in alle Zeit!

Hör ich von euch ein Amen??? 😉

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Warum Gott deine Gebete nicht erhört

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Was beten die Menschen sich einen ab für zahllose Dinge, die sie gerne in ihren Leben verwirklicht sehen wollen. Bessere Gesundheit, mehr Geld, mehr Frieden und weniger Krieg, eine schnelle Versetzung oder Beförderung, ein liebender Partner und liebe Kinder, ein tolles Auto, vielleicht ne Villa, zwei wären auch ganz nett. Die Bittlisten sind lang, doch meist nicht außergewöhnlich.

Christen bringen dies schon ihren Kindern bei, um Dinge/Situationen zu bitten – besonders vor Weihnachten. Muslime machen Dua (Bittgebet) und auch im Buddhismus und Hinduismus kennt man ähnliches.

Doch am Ende bleibt meistens Ernüchterung – das, um was man bittet, wird einem nicht gegönnt. Existiert Gott überhaupt? Warum erhört er meine Gebete nicht?

Dies ist ganz einfach zu erklären:

Gott existiert nicht (innerhalb dieser Welt) und darum erhört er auch keine Gebete. Gott ist keine Person, kein persönlicher Ansprechpartner. Auch hat er keine Vermittler oder Sekretäre, so wie die christlichen Heiligen oder etwa Maria, die „Mutter Gottes“. Gott ist niemals geboren worden und er benötigt auch keine Vermittler, ganz einfach aus dem Grund, da es da nichts zu vermitteln gibt!

Die Dinge gehen ihren Weg, ganz natürlich oder unnatürlich, je nach Sichtweise. Die Sachlage ist bereits von Gott „geklärt“ bevor sie überhaupt eintritt. Man kann den Willen Gottes nicht manipulieren oder irgendwie beschwichtigen durch gute Taten oder sonstiges. Dieser Wille geschieht genau jetzt und NUR jetzt. Alles was man sich für die Zukunft erbittet sind reine Gedankenspielereien und sie bleiben es auch, denn es findet keine „Umsetzung“ in der Zukunft statt.

In der Bibel steht geschrieben, dass Jesus sagt, dass man „alles bekäme, wenn man nur in seinem Namen bittet“

(Joh 14.13: „Allss, um wasß in meinn Nam bittß, dös gaa i tuen, auf däß dyr Vater über n Sun verherrlicht werd„)


Dies ist aber überhaupt nicht der Fall. Diese Bibelstelle ist eine klare Fälschung. Sie verführt Menschen dazu, ihr volles Vertrauen in Jesus zu setzen, um irgendetwas zu erreichen. Dies hat aber nicht so viel mit Glauben zu tun, sondern eher etwas mit Berechnung. Die Stelle mit dem „reichen Jüngling“, der jedweden Besitz hergeben muss, damit er Jesus folgen kann, macht viel mehr Sinn.

(Mk 10.21:Daa gablickt n dyr Iesen an; und weil yr n wirklich gliebt, gmaint yr dyrzue: „Ains geet dyr non ab: Verkaauf allss, wasst haast, und gib s Geld yn de Armen; und du gaast aynn ghöbn Schaz in n Himml habn. Und naacherd kimmst und folgst myn naach!“

Wieso sollte Jesus zu dem einen sagen, dass er alles hergeben soll und zu dem anderen, dass er sich ruhig alles erbitten kann und dies auch noch erfüllt wird?

Jesus ist kein Wunscherfüller, Gott ist kein Umverteiler und das Universum kein Bestellservice.

Dinge gehen ihren Weg. Alles geschieht zur rechten Zeit, denn es gibt nur eine Zeit, und die ist Jetzt! Weder ist etwas in der Vergangenheit passiert, noch geschieht etwas in der Zukunft. Doch hier verstrickt sich der Verstand, da er es gelernt hat, linear zu denken. Und natürlich klingt dies für den Verstand auch völlig logisch. Wenn ein Kind z.B. ein Sparschwein besitzt und möchte es in Zukunft ganz aufgefüllt haben, dann ist es für uns ganz einleuchtend, dass dieses Kind nach und nach Geld hineinwirft, bis es eben voll ist. Doch dieses Szenerio denken wir uns gerade aus. Wenn das Sparschwein jetzt nicht voll ist, dann wird es niemals voll werden in der Zukunft. Und wenn das Sparschwein jetzt randvoll ist, dann war es niemals in der Vergangenheit leer gewesen. Es ist immer nur etwas tatsächlich vorhanden, wenn es jetzt erscheint. Und wenn es nicht jetzt vorhanden ist, da es jetzt nicht erscheint, so existiert es nicht.

Ein Gebet kann etwas Nicht-existentes niemals zur Existenz bringen – denn von Nichts kommt auch Nichts. Und wenn es tatsächlich existiert, dann brauchen wir nicht darum zu bitten.

Radikale Erleuchtung löst diesen Knoten – es kann nie anders sein, wie es ist, denn die Körperwelt und die Ideenwelt sind eines im Geiste der Unendlichkeit (siehe das Buch „Radikale Erleuchtung 2“) Die Zukunft ist ein leeres Blatt und man hat keine Möglichkeit, es voll zu malen. Die Farben sind getrocknet, das Bild ist bereits fertig gemalt. Die Facetten dieses riesigen Bildes nehmen wir wahr und es entsteht eine Komposition von verschiedenen Farben und Tönen – für die einen wirkt es harmonisch, für die anderen disharmonisch. Der eine ist zufrieden mit seinem Leben und der andere nicht. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Du bist dieser Betrachter.

Keine Notwendigkeit, Bittgebete zu sprechen und Veränderungen herbei zwingen zu wollen.

Betrachte das Bild und verändere den Fokus. Lerne, deine Situation lieben zu lernen. Auch wenn dir einige Dinge fehlen und du nicht gerade in der besten Ausgangslage bist. Diese Sachen werden sich ändern, auf ganz natürliche Weise. Tritt einen Schritt zurück und höre auf, die Dinge zwanghaft verändern zu wollen. Wahre Veränderung findet statt, wenn man das Bild aus einer anderen Perspektive betrachtet. Das ist der Weg.